                 Die Floppyumschaltung aus dem ST-Magazin
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 ber den Sinn und zweck einer Floppyumschaltung knnte man eine ganze
 weile Diskutieren ohne auf einen grnen Zweig zu kommen.
 Es eignet sich auch nur fr Benutzer die entweder schon zwei Disketten-
 laufwerke an ihrem Rechner benutzen oder noch ein zustzliches 5 1/4"
 Laufwerk anschliessen wollen.
 Oder ein Externes 1,44 Mbyte Drive verwenden mchten.....und auf die
 Umsteckerei verzichten knnen/mchten .

 Das ST-Magazin bietet zu diesem Zweck eine doppelseitige Leiterplatte
 ber die Firma Bardehle Datentechnik an, die Platine kostet DM 36.-

 Selbstverstndlich lsst sich die sache auch auf einer Lochrasterplatine
 aufbauen, was aber mit einem hheren Arbeitsaufwand belohnt wird.
 Die Schaltung an sich ist sehr einfach und ist bis in's Detail im ST-
 Magazin erlutert.

 Sehr von vorteil ist,das diese Schaltung eine Pufferung der empfindlichen
 Sideselect sowie der Driveselectleitungen vornimmt.....
 was auch den Anschluss von 5 1/4" Laufwerken vereinfacht bzw. man nicht
 mehr unbedingt auf die im Laufwerk eingebauten Pullup-Widerstnde
 zu achten braucht.
 Die Leistung des Treiberbausteines 74LS07 auf der Platine reicht auf
 alle flle aus, selbst bei 3 Laufwerken.

 Beide IC's auf der Platine sollten zwecks einer besseren Reparatur
 mglichkeit gesockelt werden, sollte einmal ein Defekt auftreten, ist
 man schnell in der Lage durch das einfache austauschen eines Chip's die
 Fehlerquelle zu beseitigen.

 Auf der Platine werden mit Steckbuchsen oder mit Pfostenleisten die
 Signale bereitgestellt, die nur mit einem 1 zu 1 durchverbundenen Flach-
 bandkabel an die Laufwerke gefhrt werden mu.
 Diese Kabel kann man sich selbst konfigurieren, je nach der Erforderlichen
 lnge wird dann einfach Abgeschnitten.
 Das Verbindungskabel zwischen der Umschaltplatine und dem ST Rechner kann
 in der gleichen Art und weise Hergestellt werden, wenn man einen sog.
 Shugart Adapter verwendet.
 Dieser Adapter wird in die 14polige Floppybuchse des Rechners gesteckt
 und stellt die Laufwerkssignale auf einer 34 poligen Stiftleiste zur
 Verfgung, auch hier wrde dann ein 1 zu 1 durchverbundenes Flachkabel
 gengen. (Siehe Floppyanschlussleiste)(Shugart-Bus)

 Leider sind auch einige Nachteile mit diesem Umbau verbunden, die neuen
 Datenleiungen zu den Diskettenlaufwerken drfen nicht mehr zu lang
 sein, Strungen von Netzteilen, Monitoren sind dann die folge....
 (Bildschirmflimmern, ect.pp)
 Die Flachbandkabel besitzen keinerlei Abschirmung.
 Eine Lnge von bis zu 40 cm ist schon realisierbar....

 Und wenn man seinen Rechner noch nicht in ein PC-Gehuse umgebaut hat
 liegt das ganze Zeug erst mal schutzlos hinter dem Rechner.
 Die Umschaltplatine passt auch beim besten willen nicht in ein vorhandenes
 Floppygehuse, genausowenig wie in das originale Rechnergehuse.
 Dann wird auch noch ein zustzliches 5V Netzteil fr die Stromversorgung
 fllig, der Kabelsalat ist also vorprogrammiert !

 Man sollte also am besten schon ein Tower oder einen PC Umbau besitzen
 um die Platine gnstig zu verstauen...
 Wenn man die Angaben im ST-Magazin beachtet funktioniert die Schaltung
 auf Anhieb.....,mittels eines einpoligen Umschalters und der beiden
 LED's kann man nun zwischen zwei B-Laufwerken auswhlen.
 Das z.B externe 2te 'B' Laufwerk wrde sich dann sehr gut als 1,44 Mbyte
 Drive machen,vorausgesetzt man hat sich bereits die Hardwareerweiterung
 zur erhhung der Floppycontroller Taktrate eingebaut.

 Auch als Anschluss fr die 'Blitz' Kopierstation ist diese Umschaltung
 bestens geeignet.
 Man muss sich dann nur ein geeignetes Anschlusskabel herstellen...
 und kann so seine Hardware-Kopierstation direkt an eine Floppyschnitt-
 stelle sowie an die Druckerschnittstelle anstecken.

 Selbstverstndlich ist auch mit dieser Erweiterung, das die
 Floppylaufwerke nur bei ausgeschaltetem Rechner Ein bzw. Ausgesteckt
 werden....
 Der Treiberbaustein fngt zwar einiges ab, man will es aber nicht
 herrausfordern !
 Das Auswechseln eines DMA-Chip's auf der Rechnerplatine kommt etwas ber
 100 .-  pro Stck, Soundchip 45.- und der kleine Floppycontroller etwa
 mit 20.- .... man kann hier also Sparen !

 Da die Verbindungskabel eigentlich alle 1 zu 1 durchverdrahtet werden,
 knnte eine grozgig angelegte berprfung der Kabel entfallen,da man
 hier bei eigentlich nur noch auf die Steckrichtung zu achten braucht.
 Der uneingeschrnkete Vorteil von Flachbandkabel und Steckern zum
 Aufpressen !
 Leider ist es, je nach verwendetem Stecker auf der Floppyseite
 (Shugart-Bus) mglich das der Stecker falsch aufgesteckt wird...
 es sind hier zwei mglichkeiten frei !
 Normalerweise passiert duch das falsche aufstecken nicht's...
 (selbst schon erlebt)
 Von der anderen Seite her ist das vorprfen bzw. das markieren der
 Stecker und der Steckrichtung viel einfacher.

 Die Einbaulage der Platine in ein eventuell vorhandenes Tower oder
 PC-Gehuse ist eigentlich egal, die Platine besitzt vier Befestigungs-
 lcher mit der man sie irgendwo bequem anschrauben kann.
 Die Lcher sind allerdings sehr klein geraten so das man sie vor der
 Bestckung der Platine etwas aufbohren sollte.
 Mittels ein paar Schrauben und ein paar Abstandstbolzen ist das Platinchen
 sicher befestigt.
 Naturgemss sollte man darauf achten das die Floppyleitungen nicht stramm
 verlegt werden ,d.h wenn die Platine in der nhe der Laufwerke
 angebracht wird ist es nicht erforderlich 40 cm langes Flachbandkabel zu
 verwenden, sondern genau so lange das die Leitungen eben kurz sind und
 man aber die Laufwerke eventuell noch leicht aus der Halterung nehmen
 kann.

 Besonderes Augenmerk sollte man auf den Anschluss der Spannungsversorgung
 an der Platine richten, hier kann das vertauschen der +5V Spannung
 mit der Systemmasse gravierende folgen haben, insbesondere wenn Rechner,
 Laufwerke und die Platine aus einem Schaltnetzteil versorgt werden.
 Der Anschluss fr die +5 Volt ist auf der Platinenltseite mit zwei
 ' + + ' Symbolen gekennzeichnet.

 Wenn alle Arbeiten abgeschlossen sind kann man dann beginnen die Sache
 auszutesten, Sicherheitshalber sollte man dazu keine Disketten
 verwenden die 'brauchbare' Daten enthalten.
 Ein oder zwei leere Disketten sollten schon dazu benutzt werden.....
 es sollte dann auch alles probiert werden ...Formatieren,Beschreiben
 Lesen und das kopieren zwischen den einzelnen Laufwerken.
 Sollte sich ein Laufwerk durch den Umbau nicht mehr Angesprochen
 fhlen sollte man den Rechner sofort abschalten und seine Arbeiten
 noch mal genauestens kontrollieren, meist ist dann eine Verbindungsleitung
 falsch oder nicht richtig Aufgesteckt.Dazu gehrt auch das nachsehen
 der aufgequetschten Verbindungsstecker.
 Normalerweise luft die Sache aber auf Anhieb.

 Selbstverstndlich ist das umschalten zwischen beiden 'B' Laufwerken
 nur mglich wenn gerade KEIN Zugriff auf ein Laufwerke gemacht wird.
 Sollte trozdem whrend eines schreibvorganges Umgeschaltet werden
 ist mit Datenschrott von einigen Kilobytes zu rechnen.

 ids
  (c) 7/90  R.Schaffner


  
 Originalfassung von Robert Schaffner.
 
 Vernderte Texte die sich im Umlauf befinden entsprechen teilweise 
 nicht mehr meiner Orginalfassung und sollten besser gelscht werden.
 
 Insbesondere z.B: REPS.LZH
                 : REPA.LZH
                
                 
 Robert Schaffner @ OF2 (MausNet)

